HAUS CONRADSHÖHE www.keou.de
     Kinder und Jugendhilfezentrum


Menu

 Wir über uns
 Angebotsstrukturen
 Die Lage
 Links
 Kontakt
.
So kommen Sie zu uns: 

Mit der U-Bahn-Linie 6 bis Endstation Alt-Tegel, dann mit dem Bus 222, in Richtung Tegelort, bis Station Falkenplatz
.

 

 

Willkommen auf www.haus-conradshoehe.de. Sie erhalten hier Informationen und Dokumente über unsere Einrichtung .

Lebensdaten und Grundsätze von Agnes Neuhaus
 
  Da Frau Agnes Neuhaus, die Gründerin unseres Verbandes, gleichzeitig auch die Gründerin unserer Einrichtung ist, wollen wir einige Verbandsdaten, die bis zu ihrem Tod aufgelistet sind, präsentieren:

1854 Geburt als älteste Tochter des Ehepaares Morsbach, das zum gehobenen Bürgertum gehörte.

1877/78 Studium an der Berliner Musikhochschule

1890 Agnes Neuhaus war inzwischen Mutter von drei Kindern und lebte in Dortmund (Ehemann ist Amtsrichter) und füllte ihre Rolle zwischen bürgerlichem Wohlstand und den üblichen gesellschaftlichen Verpflichtungen noch ganz auf konventionelle Weise aus.

1899 Beginn ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit als Betreuerin für geschlechtskranke Mädchen und Frauen.

1899 Gründung des "Vereins vom Guten Hirten" (der Name wurde deshalb gewählt, weil die Mädchen und Frauen oft den Klöstern vom Guten Hirten zugeführt wurden)

1900 Ihre Arbeit begründet sie ausschließlich religiös. Parole: "Schützen vor dem Fall, retten nach dem Fall, sicherstellen nach der Rettung", enge Bindung an die katholische Kirche, enge Zusammenarbeit mit der für Prostituierte und Geschlechtskranke verantwortlichen Sittenpolizei und Arbeit auf gesetzlicher Grundlage und in enger Verbindung mit den kommunalen Behörden.

1901/02 Änderung des Namens in "Katholischer Fürsorgeverein für Mädchen und Frauen" (da die Klöster vom Guten Hirten einen schlechten Ruf hatten, schien es sinnvoll, den Namen zu ändern, um kein Mißtrauen bei dem Klientel aufkommen zu lassen)

1903 Ortsgruppen schließen sich zusammen und die Zentrale in Dortmund wird konstituiert Ideologische Grundlagen: Fürsorgearbeit wurde als Herz-Jesu-Verehrung verstanden mit der Intention, "die Ausbreitung des Reiches Christi in den Seelen zu erreichen".

1905 Rede auf dem 10. Caritastag, in dem sie eine katholische Variante der Milieutheorie entwickelte.Ihr war wichtig, moralisierende Verurteilung durch akzeptierendes Verstehen zu ersetzen.
Human waren ihre Vorstellungen zur Heimpädagogik. Die Kräfte sollten gütig und geduldig sein, mit wenig Verboten operieren, keine zu langen Arbeits- zeiten haben.
Mütter aus dem Landstreichermilieu behandelt sie oft autoritär, bevormundend (diese Haltung läßt sich aus ihrer Herkunft erklären). Rekrutierung der ehrenamtlichen Frauen aus der Mittel- und Oberschicht


1905 Tod des Ehemannes

1910 KFV verfügte schon über 13 Häuser mit 1.529 Betten, 1930 wurde der Höchststand mit 132 Häusern bzw. 7.492 Betten erreicht, geleitet wurden die Heime nahezu ausschließlich von Ordensschwestern, gute Erfahrungen machte der Verein mit den Missionsschwestern vom heiligsten Herzen Jesu aus Hiltrup bei Münster
Erziehungsziele: Unterordnung und Anpassung; Rollenbild der Frau: christlich-traditionelles Rollenbild, ein romantisches Festhalten an einer vorindustriellen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, Aufgaben des Verbandes: Errichtung von Pflegestellen, Adoptionen, Übernahme von Vormundschaften, Ausbildungen, später: Kriegsfürsorge. Geistlicher Beistand konnte nur in religiösen und theologischen Fragen verbindliche Entscheidungen treffen.


1916 Der Verein stellt zur Entlastung von Frau Neuhaus Frau Elisabeth Zillken als erste Generalsekretärin ein.

1920 Die Fürsorge entwickelte sich im Zuge der Kriegsfolgen zu einer wohlfahrts- staatlichen Sicherheitsstrategie, die aber zugleich Bürokratisierung, Professionalisierung und Zentralisierung implizierte. Die Bedeutung, die dem KFV zukam und die Intensität seines Engagements für die Zentrums-Partei spiegelt sich darin wider, daß Agnes Neuhaus zu den ersten fünf weiblichen Abgeordneten zählte, die für diese Partei in der Weimarer Republik Politik machten (bis 1930 Agnes Neuhaus, danach Elisabeth Zillken). Mitarbeit am Reichswohlfahrtsgesetz, Verankerung des Subsidiaritätsprinzips.

1921 Haus Conradshöhe wird vom Träger gekauft.

1922 Elisabeth Zillken wurde zweite Vorsitzende.

1932 In 14, zumeist bedeutenden Verbänden war der KFV Mitglied. Intention: Beziehungsnetz, Koalition von Fürsorgeexperten, Wahrung katholischer Interessen und Durchsetzung christlicher Grundsätze. Der KFV betonte in Abgrenzung zur bürgerlichen und sozialistischen Frauen- gewegung die Mütterlichkeit als Prinzip auch für die Welt draußen; in diesem Kontext meinte sie, "die Fähigkeit, die Mutterliebe vom Haus auf die Gemeinde zu übertragen, auf die Welt, die dieser Kräfte so dringend bedarf". Agnes Neuhaus forderte schon 1916, die Frauen müßten Einfluß auf die Gesetze bekommen, weil Männer mit ihren Interessen stark auf Handel, Industrie und Staatsapparat bezogen seien (männliches Prinzip: Konkurrenz, Eigennutz, Spezialisierung und Bürokratisierung).

1944 Tod von Agnes Neuhaus, Nachfolgerin wird Elisabeth Zillken, die erst 1980 als 92jährige starb, so daß sie ein halbes Jahrhundert in unterschiedlichen Funktionen die Entwicklung der Wohlfahrtspflege prägen konnte.

 

Geschichte des Hauses
[Geschichte des Verbandes]
Was bieten wir?
Wer kann zu uns kommen
Die MitarbeiterInnen
Leitung


   

•  Forum
•  Chatroom
•  Spiele

Kinder und Jugendhilfezentrum Haus Conradshöhe / Eichelhäherstraße 19, 13505 Berlin/Tel.(030) 43 80 05-0/fax. (030) 43 80 05 30