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Zur Geschichte des Heimes "Haus Conradshöhe"
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1906
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Der erste Teil
des heutigen
Hauptgebäudes wurde als Heim für gemüts-und geisteskranke
Erwachsene durch die Geschwister Lentz erbaut.
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1921
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Im April
1921 wurde das Gebäude von der Zentrale des Kath. Fürsorgevereins
für Mädchen, Frauen und Kinder e.V.
Dortmund
erworben. Die Leitung
und Erziehung übernahmen Hiltruper Schwestern.
Haus Conradshöhe stellte sich zur Aufgabe, arme, kranke, arbeits-
und obdachlose Mädchen aufzunehmen, sie in allen Haus- und Handarbeiten
auszubilden und zu erwerbsfähigen Menschen heranzuziehen. Auf Drängen der
Behörden wurde eine Krankenstation für geschlechtskranke jugendliche
Mädchen eingerichtet. (Eine der vordringlichsten Arbeitsgebiete der
Zentrale war zu jener Zeit die Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten).
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1923
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Die Belegungszahl
betrug zu jener Zeit zwischen 60-80 Mädchen im Alter von 14 bis 21 Jahren.
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1924
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Nach allgemeinen baulichen
Veränderungen wie Einbau einer Warmwasseranlage,
Schaffung von Baderäumen, Legung des
elektrischen Lichtes wurden die Küchen- und Wirtschaftsanlagen neu angelegt.
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1928
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Das Grundstück wurde nach der
West- und Südostseite erweitert. Der Garten wurde angelegt.
Am 31.Oktober erfolgte die Grundsteinlegung
für die Kapelle und den neuen Wohnflügel.
Damit waren Plätze für 140 schulentlassene Jugendliche geschaffen.Die Mädchen wurden im
Schneidern, Nähen, Waschen, Plätten, Gartenbau und in der Vieh- und Landwirtschaft
ausgebildet.
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1931
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Die Wirtschaftsräume wurden
um Stall und Scheune erweitert. 1932 erfolgte die Einrichtung einer eigenen Bäckerei.
Ende des Jahres 1931 wurde eine Psychopathen-Abteilung eingerichtet, die durchschnittlich
15-18 Jugendliche zählte. Ende 1932 wurde diese Gruppe wieder aufgelöst.
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1933
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Von 1933 bis zum Zusammenbruch
1945 befand sich in Haus Conradshöhe die Aufnahme- und Beobachtungsabteilung für alle
in GroßBerlin der Fürsorge überwiesenen katholischen Mädchen. Die Einweisung erfolgte
über die Berliner Behörden hinaus auch von den Jugendämtern des Reiches. Haus Conradshöhe
war als Kranken- und Erziehungsheim anerkannt.
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1934
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Im September wurde eine
Abteilung mit 22 Betten für vorschulpflichtige Kinder von 3-6 Jahren eingerichtet.
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1945
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Haus Conradshöhe richtete
eine Wöchnerinnen-Abteilung ein, die im Juni 1946 wieder aufgehoben wurde.
Am 1.Juli 1945 wies die Statistik 52 Mädchen und 8 Kinder auf. Am 14. August 1945
wurden 50 schulpflichtige Jungen und Mädchen -Flüchtlinge und Waisen- aufgenommen.
Der Unterricht erfolgte im Hause.
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1949
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Die Belegungszahl war
auf 102 Mädchen,
60 Schul- und 17 Kleinkinder angewachsen.
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1958
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Hauptbau und Seitenflügel
wurden durch einen Mittelbau miteinander verbunden.
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1960
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Zum ersten Mal konnten die
Kinder in Ferien nach Westdeutschland fahren. Haus Conradshöhe kam als Heim für
Schwererziehbare auf die Vorbehaltsliste. Dadurch und durch die geburtsschwachen
Jahrgänge machte sich ein Belegungsrückgang bemerkbar.
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1961
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Im Laufe des Jahres begannen
die Baubesprechungen für einen Schulneubau. Ende des Jahres betrug die Zahl der
Schulkinder 79.
Während die Zahl schulentlassener Mädchen weiter sank, mehrten sich die Aufnahmeanträge
schulpflichtiger Kinder. Zunehmend wurden neben katholischen auch evangelische Kinder
aufgenommen.
Ende 1962 wurde der Schulneubau fertiggestellt.
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1965
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In diesem Jahr wurde mit
dem Bau des Kinderwohnheims begonnen.
Jede Wohneinheit des geplanten familiengegliederten
Kinderheims sollte 15 Kinder aufnehmen. Ende 1966 erfolgte der Einzug.
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1968
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Als weiterer Neubau entstand die Schwimmhalle.
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1972
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Ein Teil des 3.Stocks im Altbau wurde mit 6 Appartments für Angestellte ausgebaut.
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1973
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Im Oktober d. Jh. kündigte die
Provinzialoberin der Hiltruper Schwestern dem SKF den Gestellungsvertrag. Die Schwestern
wurden durch weltliches Personal ersetzt.
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1977
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Im Oktober wurde das Heim
durch die Senatsverwaltung zum heilpädagogischen Kinder- und Jugendlichenheim erklärt
und konnte den Jugendämtern 84 Plätze anbieten.
Eine Folge war, dass SozialpädagogInnen und PsychologInnen im gruppenergänzenden
Dienst beschäftigt werden konnten.
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1981-87
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In dieser Zeit wurde das
Heim binnendifferenziert; so entstanden z.B. Erziehungswohngruppen,
Verselbständigungsbereiche und in angemieteten Wohnungen fand Einzelbetreutes
Wohnen statt. Außerdem wurde eine Wohngemeinschaft aufgebaut.
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1984-95
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Umfangreiche Sanierungsarbeiten.
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1991
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Unter Einschaltung einer
Unternehmensberatung wird eine neue Organisationsstruktur geschaffen.
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1993
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Die letzten Schwestern verlassen das Heim.
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2000
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Das Heim entwickelt sich zum
Jugendhilfezentrum und besteht aus Kinder- und Jugendlichenheim, Behindertenkleinsteinrichtung
und ambulantem Bereich.
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2001
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Die Inobhutnahmestelle für Jugendliche wird auf dem Gelände aufgebaut.
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